Wenn der Wurm mal drin ist…

… dann richtig…

Am Mittwoch durfte meine Süße nach Hause. Zwar war sie davon nicht soooo begeistert, weil sie noch so wahnsinnige Schmerzen hatte, aber sie hat sich dann doch auf Zuhause gefreut.

Gleichzeitig ist am Mittwoch meine Mutter in die Uni Mainz gekommen. Neben den ganzen Erkrankungen, die ich von ihr übernommen habe, hat sie auch noch MS und PBC und jetzt wurde im Januar – durch Zufall – ein Hirnaneurysma entdeckt.

Zur Kathederuntersuchung dieses Dings ist sie am Mittwoch ganz früh schon eingerückt und als ich sie am Nachmittag ENDLICH am Telefon hatte, war klar, das läuft grad nicht so toll… Sie hat wahnsinnige Schmerzen in der Leiste, wo der Katheder eingeführt wurde und die Blutung würde immer größer werden.

Am Donnerstag hieß es also für mich, ab in die Uni. Kind versorgt und meiner besten Freundin übergeben (DANKE FÜR ALLES!!!) und ab nach Mainz.

Sie hat in der Zwischenzeit die ganze Station durcheinander gewirbelt, weil sie so starke Blutungen hatte – trotz Infusion. Ultraschall… Zwei Aneurysmen hatten sich durch die Verletzung in der Arterie gebildet. Eine Ärztin musste ihr 20 Minuten ziemlich fies auf diese Stelle drücken – neben dem unangenehmen Druckverband.

Naja. Gestern hörte ich dann wieder nichts von ihr. Sie ging nicht an ihr Handy. Sie las ihre Nachrichten nicht.
Mittags hielt ich es dann nicht mehr aus, nachdem ich schon den halben Tag mit meiner Großen beim Arzt war zum Verbandswechsel.

Ich rief noch mal auf ihrem Handy an. Nichts. Also meinen Bruder noch mal kontaktiert – auch nichts.

Ich suchte die Telefonnummer der Uniklinik raus und ließ mich auf ihre Station verbinden.
Dort sagte man mir sehr freundlich, dass sie auf die Überwachungsstation musste und gab mir die Nummer von dort.

Dann hatte ich eine wahre Hexe dran. Sie könne mir gar nicht sagen. Ans Telefon könne meine Mutter auch nicht. Das Handy sei auch nicht da. Und Auskunft könne sie mir nicht geben.
Dann müsse ich eben herkommen!!!
Ich sagte ihr, dass ich über 100 km fahren müsse und im Rollstuhl sitze, das interessierte sie nicht!!!
Sie gab mir – immerhin – die Nummer, um mit dem Arzt zu sprechen.
Erst wusste er gar nicht, WER meine Mutter ist. Dann – als ich ein paar Fakten nannte – erinnerte er sich an „die Dame“.
Ich solle in einer Stunde noch mal anrufen, dann wäre er bei ihr gewesen!

Ich gab ihm sogar 1 Stunde und 15 Minuten. In der Zeit war ich so nervös wie schon lange nicht mehr.

Als ich ihn dann wieder an der Strippe hatte, meinte er was von einem CT und einem MRT und einem „Kopfschmerzereignis“ und ob ich um 15 Uhr da sein könne!

Schock!

Also wieder alles stehen und liegen lassen und ab nach Mainz.

Der Zustand in dem ich meine Mutter auf dieser Überwachungsstation vorfand, war so schockierend, dass mir die Tränen sofort in die Augen schossen.
Was ich nicht wusste, sie schlief nur – wie so oft und war eben an Maschinen angeschlossen, die ihre Vitalwerte kontrollierten…

… to be continued…

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