Neue Woche – neues Glück

… das wäre mal ein Motto für diese Woche…

Meine beste Freundin B. und ich sind auf jeden Fall der Meinung, dass ich dringend (!!!) ein Erfolgserlebnis brauche – also eine gute Nachricht oder so 😀

Meine Genehmigung der Sensoren und meine OmniPod (auf Zeit) tragen mich zwar immer noch auf Wolke 7 – denn es läuft einfach mega super – aber die Sache mit der Barmer war ein heftiger Schlag wieder…

Und dann kam am Samstag die Ablehnung auf meinen Antrag des aG und H im Schwerbehindertenausweis.

Ich bin nicht krank genug? Ich mache noch zu viele Geh-Übungen? OK… Das wusste ich nicht. Soll ich mich jetzt einfach gehen lassen und mich meinen Schmerzen und meiner Depression voll hingeben?

Ich solle die Pflegestufe beantragen, sagte man mir telefonisch, dann wäre das alles kein Problem!

Ja, das haben schon andere zu mir gesagt. Ich hätte vielleicht auch Anspruch, aber ich WILL das (noch) nicht!
Verstehen die Leute das nicht, dass man mit 35 Jahren nicht in Rente will? Mit 36 Jahren nicht an den Rollstuhl gefesselt sein will? Und mit 38 Jahren nicht die Pflegestufe beantragen will???

VERSTEHT IHR DAS NICHT?

Dann frage ich mich, ob Ihr vielleicht ohne Hirn auf die Welt kamt… Aber wie habt Ihr dann so wichtige Arbeitsstellen bekommen können?

Und der Oberhammer an der ganzen Sache:

IHR VERDIENT MIT DIESEM SCHROTT AUCH NOCH GELD!!! INDEM IHR MICH QUÄLT UND ERNIEDRIGT, VERDIENT IHR EUER GELD!!! DAMIT FAHRT IHR 2 – 3 x IM JAHR IN DEN URLAUB!
WÄHREND ICH NICHT WEISS, WIE ICH MIT MEINEM ROLLSTUHL SICHER DURCH DAS VOLL BESETZTE PARKHAUS KOMMEN SOLL, WEIL ICH

NICHT AUF BEHINDERTENPARKPLÄTZEN PARKEN DARF!!!

Wenn mir ein oder zwei Beine fehlen würden, dann wäre der Ausweis auch kein Problem gewesen… 😀 Prima!

Und zum Thema Merkzeichen H für hilflos!

Ich kann mir ja den Hintern auch NICHT abputzen, wenn es mir schlecht geht. Wofür denn auch!?! Natürlich ist jemand, der teilweise seine Arme nicht heben kann, seine Hände nicht bewegen kann, die Finger nicht beugen kann  – vor SCHMERZEN!!! – nicht hilflos!
Und dass mir meine Kinder den A… abputzen müssen – das ZÄHLT HALT EINFACH NICHT!!!

Diese bekackte Politik regt mich maßlos auf!

Wieviele Menschen wie mich gibt es wohl? 10? 20? 1000? Wenn ich die nur alle erreichen könnte und für diese ganzen Menschen an die Öffentlichkeit gehen könnte!!! DAS wäre mal ein richtiger Schritt!

DA könnte Frau Merkel mit ihrem Gefolge mal loslegen! Was hier mit kranken – teils schwer kranken – Menschen gemacht wird.

Das ist MENSCHENUNWÜRDIG!!!

Ihr habt auch ein Problem, Euer Recht als kranker oder behinderter Mensch zu bekommen?

Meldet Euch doch einfach bei mir, bitte! Vielleicht können wir gemeinsam etwas verändern. Die Menschheit wachrütteln!

Und allen anderen wünsche ich einen schönen Tag! Ich hoffe, Ihr könnt schmerzfrei in der Nase bohren und wie es Euch beliebt, Euer Haus verlassen!

Und Ihr könnt ohne Begleitperson auf Toilette!!!

Ihr wisst gar nicht, was DAS wert ist!!!

Für Unfähigkeit noch bezahlen!

Guten Morgen!

Jetzt muss ich mir und meinem Ärger mal Luft machen. Das, was die Barmer jetzt schon wieder abzieht, geht auf keine Kuhhaut. So viel Unfähigkeit in EINEM Unternehmen? Das KANN doch gar nicht sein! Das will mir doch keiner weismachen, dass das nur mir auffällt!!!

Gut. Ich bin eh nicht gut auf die Barmer zu sprechen. Vier, fast fünf Jahre hatte ich jetzt dauernd Ärger mit denen.
Aber ich bin ein Mensch, der immer wieder Chancen vergibt – eine Eigenschaft, die mich schon viele Nerven und noch mehr Geld gekostet hat.
Ich stelle also einen Antrag auf Haushaltshilfe. Mein Hausarzt hat „sein“ Formular auch ausgefüllt, gestempelt, unterschrieben. Beantragt wurde die Zeit vom 20.01. bis 29.02.2016 (in dieser Zeit war mein Mann beruflich in den USA, meine KLEINE Tochter krank und ich – naja, noch mehr auf Hilfe angewiesen als sonst, da ich mitten im Schub steckte…).

Zunächst kam der gleiche Bogen, den ich eingeschickt hatte, blanko noch mal zurück, da mein Arzt eine Haushaltshilfe für mich beantragt hätte!

Ich also dort angerufen, dass ich doch den Antrag schon ausgefüllt eingesendet habe.

Darauf folgten gefühlte 60 Minuten hin und her, dass es sicher eine Überschneidung im Posteingang gegeben habe. Und die Dame am Telefon blieb auch bei ihrer Meinung, als ich ihr MEHRFACH erklärte, dass die Formulare alle in einem (!!!) Umschlag verschickt worden sind!!!

Nein, es blieb bei der Überschneidung, aber ich müsse nicht noch ein Formular ausfüllen.

Ein Schreiben erklärte mir einge Zeit später, dass mir eine Haushaltshilfe zusteht und die Barmer sich WAHNSINNIG freue, mir diese Leistung zu erstatten.
Für den Zeitraum vom 28.01. bis zum 04.02. würden sie mir täglich 2 Stunden erstatten und das in Höhe von 2,50 Euro!

HAHAHAHA… der Lacher schlechthin… 2,50 Euro???

Aufgrund der gesetzlichen Zuzahlungspflicht von 10% der täglichen Kassenleistung, mindestens 5 Euro, aber höchstens 10 Euro je Tag, wäre die Auszahlung daher in Höhe von 0,00 Euro!

😀 Brüller!

Ich rief also wieder da an… Völlig genervt in der Warteschleife… Jedes Mal wird einem da ins Ohr gesäuselt, dass das Anrufaufkommen – GERADE HEUTE – wahnsinnig hoch sei… Bla, bla, bla…
Ein junger Mann war dann dran… Er las sich alles durch und war dann der Meinung, dass aus meinem Antrag weder hervorging, dass ich krank bin, noch dass meine Tochter in der Zeit nicht in der Schule war etc.
Nun, ich kann nur das angeben, was in einem Formular abgefragt wird!!!
Er meinte dann, ich solle Widerspruch einlegen, am besten noch heute und kurz schriftlich erklären, was genau los war, dass die Kleine krank war und ich im Rollstuhl sitze etc.
Weiterhin würde eine „Abrechnung“ der Haushaltshilfe in den Unterlagen fehlen. Runterladen könne man das nicht, ich könne das auch mit meiner Haushaltshilfe schnell handschriftlich verfassen, WAS sie WANN, WIE LANGE und WARUM und für WIEVIEL gemacht hat.

Wir taten, wie uns geheißen.

Daraufhin rief die Barmer bzw. eine Mitarbeiterin der Barmer bei mir an. Sie könne mir schon mitteilen, ich bekäme nach meinem Widerspruch die Haushaltshilfe erstattet, allerdings nur 8 Stunden am Tag, bis zum 29. Februar.
Dass mein Mann in der Zeit überhaupt nicht zuhause gewesen wäre, wäre aus dem ersten Antrag nicht richtig hervorgegangen (na gut, ich habe es auch nur EINMAL in dem Antrag erwähnt, unter dem Punkt, warum mein  Mann nicht in der Lage ist, in der Zeit den Haushalt weiterzuführen!). Da kann das schon mal untergehen! *grrrrr*

Sie würde mir das dann zuschicken, damit ich das auch schriftlich hätte. Sie nannte auch eine Summe, aber nur ungefähr, so dass ich mir die gar nicht erst richtig gemerkt habe (zumal es eh nicht zählen würde, da nicht schriftlich).

Daraufhin kam wieder Post von der Barmer. Diesmal stand der Zeitraum 28.01. bis 04.02. 2016 als bewilligt.
Ich drehte halb durch.
Also rief ich WIEDER bei der Barmer an. Wieder erst irgendjemand von der Hotline, der mich dann nach Aschaffenburg durchstellte – was natürlich – WIEDER dauerte…
Komisch, dass so hohes Anrufaufkommen ist, immer wenn ICH dort anrufe!

Der Herr, der in Aschaffenburg dran ging, musste sich erst mal einlesen. Klar. Mittlerweile hat die Unterakte Haushaltshilfe ja auch schon etliche Anrufe, Formulare, Anschreiben, Unterlagen etc. Das kann dann schon mal dauern, sich durch das Chaos seiner Kollegen durchzuwühlen.
Er war aber sehr nett und versprach mir einen Rückruf.

Gleich vorneweg, ihn habe ich nicht mehr an der Strippe gehabt. Aber dafür die Dame, die mich angerufen hatte, um mir die Übernahme der Haushaltshilfe telefonisch mitzuteilen…
Sie erklärte mir, dass ich VOR meinem Krankenhausaufenthalt KEINEN Anspruch auf Haushaltshilfe habe und danach bis zu vier Wochen, weil die Barmer so eine kulante Kasse sei (sinngemäßes Gedächtnisprotokoll!).
Zu dem Chaos mit dem Zeitraum fiel ihr nur ein, dass sie mir das noch mal schickt, damit ich alles beisammen habe. Aber es würde noch ein Formular von der Haushaltshilfe fehlen, wenn das da wäre, könne sie überweisen.
Das Formular war dabei, das haben wir dann sofort ausgefüllt und wieder abgesendet. Auch wenn wir das alles schon handschriftlich eingereicht hatten, wie der junge Mann am Telefon uns gesagt hatte.

Gut. Wieder Post abgewartet. Heute kam wieder ein Schreiben mit Übernahme vom 05.02. bis 29.02.2016. Was ist denn jetzt wieder für ein Wurm drin?
Ich also wieder bei der Hotline angerufen. Wieder ein junger Mann dran. Ich bat direkt um Weiterverbindung nach Aschaffenburg. Ob es immer noch um die Haushaltshilfe ginge? Jawoll.
Er verband mich nach Aschaffenburg. Wieder eine fremde Dame. Sie war von vorneherein sehr kurz angebunden und vermittelte mir das Gefühl, was ich denn überhaupt wolle. Ich solle froh sein, überhaupt etwas zu bekommen!!!
Ich bemängelte das Chaos jetzt dann doch mal und teilte ihr auch mit, dass meine Geduld so langsam am Ende sei. Ich erwähnte auch, dass ich durchaus mit dem Gedanken spielen würde, an die Presse zu gehen…

Damit hatte ich dann natürlich was gesagt! Sofort schaltete sie noch einen Gang mehr auf geschäftlich und war sehr kurz angebunden.

Sie wollte sich dann auch erst mal einlesen.

Ein paar Minuten später (scheinbar ist sie die erste Mitarbeiterin bei der Barmer, die überhaupt lesen kann 😀 ) rief sie auch schon zurück.
VOR dem Krankenhaus habe ich so oder so keinen Anspruch, meinte sie. Daher stünde auch ab dem 28. Januar im Schreiben.
Da es zwei verschiedene Zeiträume sind, die behandelt werden würden, wären es zwei Schreiben. Einmal vom 28.01. bis 04.02. und einmal vom 05.02. bis 29.02.2016.
Hmmm… Und warum? Genehmigt wurden jeweils nur die 8 Stunden bzw. 20 Euro am Tag!!! Und zwar gleichgültig, ob ich im Krankenhaus war oder nicht…

Laut der Barmer ist das jetzt clever so geregelt:
Täglich sollte die Haushaltshilfe 60 Euro bekommen (für 24 Stunden Arbeit!!!). Die Barmer genehmigt 20 Euro, denn mehr hätte ich ja nicht beantragt!!!

So einfach ist das… So einfach ist das… So einfach ist das…

Das ist mein neues Mantra für heute. Die „nette“ Dame schickte dann noch hinterher, dass das mit Sicherheit KEIN Fall für die Presse wäre und alles ganz nach Gesetz laufen würde. Und meine Tochter wäre mit 12 Jahren ja in der Lage, sich selbst zu versorgen – natürlich nur, weil der Gesetzgeber das so sagt!!!

Also. Nach Aussage der Barmer ist es völlig OK, wenn meine Kinder (12 und 15 Jahre alt) von 24 Stunden nur 8 Stunden „betreut“ sind. Dass in dieser Zeit auch ihre Mutter „betreut“ und versorgt wird, ist denen völlig gleichgültig! Und das ist KEIN Fall für die Öffentlichkeit? Aha…

Mag sein, dass ich jetzt eh schon etwas drüber bin, weil ich einfach so stinkesauer bin, dass ich schreien könnte, aber hallo???

So. Ich bin gespannt, was da noch raus kommt… Danke fürs Luftablassendürfen und für Eure Geduld beim Lesen!

Und… DANKE für die lieben positiven Rückmeldungen, die Ihr mir per Mail zukommen lasst! Das ist sooooo süß! *knutsch* 😉

Aus Spaß wurde Ernst… (3)

Den Sommer 2012 werde ich wohl niemals vergessen…

Schon seit Monaten war klar, es stimmt etwas nicht. Ich hatte täglich Kopfschmerzen, immer heftiger und irgendwie halfen meine Schmerzmittel nicht oder nicht richtig. Ich hatte komische Muskelschmerzen, viele Krämpfe, war sehr lichtempfindlich und reagierte auf Sonnenlicht mit Ausschlag im Gesicht.

Und ich war IMMER MÜDE!

Ich hatte erst einen neuen Job angefangen und konnte es mir überhaupt nicht leisten, krank zu werden. Da mein damaliger Diabetologe mich nicht wirklich aktiv unterstützen wollte auf der Suche nach dem „Etwas“, was nicht mit mir stimmt, ich aber auch nicht auf meine Mutter hören und in die Uniklinik gehen wollte, machte ich bei einem örtlich niedergelassenen Rheumatologen einen Termin aus.

Auf der Überweisung stand damals „Verdacht auf SLE“

Der Rheumatologe ließ erst Blut abnehmen, eine Lungenfunktion machen, den Blutdruck messen und Gewicht und Größe wurden kontrolliert. Danach wurde ich ausgiebig untersucht. Er stellte jede Menge Fragen, die ich brav beantwortete, aber er ließ nicht einmal (!!!) eine Meinung durchblicken, keine Regung war ihm zu entnehmen. Er schrieb hier und da etwas auf und das wars.

Am Empfang bekam ich gesagt, dass erst mal Urlaub anstand und ich Bescheid bekäme, wenn etwas nicht in Ordnung wäre mit meinem Blut. Andernfalls würde ich auch keinen Termin mehr bekommen.

Ich war etwas vor den Kopf gestoßen, vermisste das Gespräch. Er wollte weder wissen, wie man auf den Verdacht kam, noch hat ihn sonderlich interessiert, was meine Mutter an „Gepäck“ dabei hat…

Am 16. August 2012 waren wir auf der Kartbahn. Feiertag – aber nur in Bayern, also hatten wir die Bahn für uns. Es war himmlisches Wetter! Strahlend blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Es war irre heiß und wir mussten jede Menge Wasser in uns reinschütten, um auszugleichen, was wir – alleine schon neben der Strecke – verschwitzten…
Ich hatte mega Lust, mal wieder mit meinem Rennroller auf die Strecke zu gehen und genoss die ersten Runden, die allerdings überraschend anstrengend waren.
Die ein oder andere Kurve wurde kritisch. Ich bekam rasende Kopfschmerzen. Die Pausen wurden immer länger und meine Konzentration litt extrem.
Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus… Ich zog mich um und erntete dafür von meinen „Jungs“ schon überraschte Blicke, denn das war nicht normal, dass ich mich so früh umzog.
Ich lag unter unserem Pavillon im Schatten und hatte das Gefühl, ich würde sterben…

Was – zum Geier – war das? Migräne? Ein Tumor? Das ist doch alles nicht normal!

Auf dem Rückweg musste mein Mann fahren – unter normalen Umständen undenkbar – ich bin ein so mieser Beifahrer, dass ich niemals zulassen würde, dass jemand anderes fährt, wenn es nicht unbedingt sein muss… 🙁 Auch wenn mein Mann ein MEGA guter Autofahrer ist…

Ab da lag ich flach…

Ich konnte gar nichts. Ich kämpfte mich aus dem Bett, um auf die Couch zu kommen und umgekehrt.
Meine Hausärztin schrieb mich krank mit „Erschöpfungszustand unerklärter Ursache“.
Ich schaffte es nicht, Auto zu fahren, ich war einfach zu müde für alles. Ich hatte so schlimme Kopfschmerzen, dass ich mir nicht vorstellen konnte, den nächsten Tag noch zu erleben.

Und diese bleierne Müdigkeit. Selbst nach 12 Stunden Schlaf in der Nacht war ich so müde, dass ich die Augen nicht offen halten konnte. Ich hatte teilweise Probleme, überhaupt nur eine Mahlzeit zu überstehen.

Meine Familie begann, sich ernsthaft Sorgen zu machen. Ich war mies drauf, weil ich IMMER Schmerzen hatte. Ich wusste gar nicht mehr, wie es ist, ohne Kopfschmerzen. Selbst die übelsten Knieschmerzen wurden zur Nebensache mit diesen Kopfschmerzen.

Eine Freundschaft nach der anderen litt unter meinem Zustand und ich ging überhaupt nicht mehr freiwillig aus dem Haus… Ich konnte auch eigentlich gar nicht mehr laufen.

Irgenwann rief ich beim Rheumatologen an. Meine Blutwerte wären zwar da, aber der Arzt hätte keine Zeit für einen kurzfristigen Termin.
Ich drängelte so lange rum, bis ich sie überredet hatte, mir die Laborwerte zu kopieren, gegen 1 Euro pro Seite!

Mein Mann fuhr mich in die Stadt und ich schleppte mich bis zum Aufzug, um zur Praxis zu kommen. Dort bekam ich widerwillig die Blutwerte, zahlte und ging – ohne einen Termin zu vereinbaren.

Unten angekommen wartete ich auf meinen Mann, der aufgrund von Halteplatzmangel eine Runde durch die Innenstadt drehte… Ich warf einen Blick auf die Blutwerte und sah lediglich ein paar dick gekennzeichnete Werte, die mir nichts sagten.

Als ich im Auto saß, rief ich meine Mutter an und las ihr die Werte vor. Nach ein paar kurzen Erklärungsversuchen ihrerseits, machte sie mir einen Termin in der Uniklinik Mainz. Zwei Wochen später war dieser Termin. So lange war ich krankgeschrieben und vegetierte nur vor mich hin…

to be continued…

Um alles muss man kämpfen…

Um wirklich alles… ich kann mich kaum an eine Sache in meinem Leben erinnern, um die ich nicht kämpfen musste… 🙁

Nein, ich habe keine schlechte Laune und auch keine Selbstmitleidskrise… Ich hab nur – mal wieder – Theater mit meiner – endlich – EX-Krankenkasse, der Barmer.

Diesmal geht es – IMMER NOCH – um die Haushaltshilfe, die ich Anfang des Jahres benötigt habe… Nicht nur Krankenhaus, auch Schub und der Auslandsaufenthalt meines Mannes machten eine selbständige Versorgung meiner Kinder und mir möglich, auch kein Haushalt etc.

Daher war 24/7 eine Haushaltshilfe bei uns. Meine Kleine war in der Zeit auch noch krank und musste voll versorgt werden… Tja und vom Einsenden des Antrages bis heute nur Theater…

Ich bin gespannt, wie das endet. Aktuell liest sich ein junger Mann in die Akte ein (irgendwie gibt es so etwas wie Sachbearbeiter wohl nicht mehr). Er möchte mich zurückrufen – bin gespannt.

Ich werde berichten, wie das ganze Drama ausgegangen ist! 😉

Spendenaufruf für Anna

So ziemlich jeder chronisch Kranke dürfte die unendlichen und oft sinnlosen Kämpfe mit den Krankenkassen kennen.

In meinem Fall war es die Barmer GEK, mit der ich erst 14 Monate um die Versorgung mit einem Rollstuhl gekämpft habe. Der Rollstuhl wurde letztendlich genehmigt, allerdings komplett ohne Zubehör. Nicht mal einen Kippschutz haben sie genehmigt.

Dann kämpfte ich um elektrische Unterstützung in den Rädern „e-motion“, abgelehnt.

Dann um das FreeStyle Libre, bzw. um die Sensoren – 13 Monate lang. Abegelehnt.

Letztendlich habe ich nach rund 38 Jahren Mitgliedschaft gekündigt und bin zur BIG direkt gesund gewechselt.

Am 01. März 2016 startete die Mitgliedschaft. Am 01. April war mein Libre genehmigt!

Jetzt lese ich heute durch Zufall von Anna. Auf ihrem Blog war ich schon mal, weil sie auch mit Paresen zu kämpfen hat. Zwar aus einem ganz anderen Grund wie ich, aber sie ist viel jünger (gerade 17 Jahre alt) und soooo tapfer!

Nun ist sie (leider) auch bei der Barmer. Sie wünscht sich ein Handbike, um selbständig mobil zu sein (man bleibt im Rollstuhl sitzen, hat aber einen Vorbau, mit dem man sich per elektrischem Antrieb oder mithilfe von Handpedalen fortbewegen kann).

Die Barmer lehnt das ab. Auch seit über einem Jahr und auch ein Widerspruch brachte keinen Erfolg.

Kann das sein? Die Begründung? Sie wäre MEDIZINISCH nicht darauf angewiesen. Es würde ja NUR ihrer sozialen Eingliederung nutzen!!!

Hallo??? Sie ist 17 Jahre und VOLLZEIT auf Hilfe angewiesen!!!

Nun gibt es seit Januar einen Spendenaufruf, mit der Möglichkeit, online zu spenden. Sie benötigt für die Anschaffung auf eigene Faust rund 6000 Euro!
Bitte, wenn Ihr ein paar Euro übrig habt, spendet! Ich selbst bin nicht dazu in der Lage, daher teile ich ihren Aufruf und hoffe, dass die richtigen Menschen mit dem Herz am rechten Fleck wenigstens ein paar Euro spenden. In dem Alter so schwer krank zu sein, ist fies genug. Sie ist so mutig gewesen mit diesem Aufruf und hat sich schon so viele fiese Dinge deswegen anhören müssen!

Vielleicht gibt es auch einen Anwalt, der die Familie unterstützen möchte, im Kampf gegen die Barmer und ihre abartigen Entscheidungen!?

Hier auf jeden Fall geht es zum Spendenaufruf:

https://de.caremaker.com/nc/fr/i/handbike_fuer_anna/

Vielen Dank! 😉

Libre und OmniPod – was für ein Alltag!

Guten Morgen Ihr lieben Lesenden! 😉

Heute schon sechs Tage mit OmniPod UND Libre unterwegs und ich bin einfach nur glücklich!

Wir meistern gemeinsam echt alle Situationen so meisterhaft, das ist sooooo schön und erholsam!
Keine Panik. Keine Unsicherheit. Keine komischen „Wertegefühle“… Also, man hat das Gefühl, der Wert ist nicht gut, misst, der Wert ist aber gut. Später ist er dann runtergeknallt oder auch nicht… Ich scanne einfach dann so oft ich will. Und wenn es alle 30 Sekunden ist! 😀

Es ist einfach himmlisch! Die Pumpe ist – meiner Meinung nach – schon sehr gut eingestellt, passt fast alles. Nachts bin ich noch bissel hoch, da hab ich jetzt immer etwas korrigiert, ich denke, da kann man die Basalrate etwas erhöhen. Sonst passt es sehr gut!

Ich denke, mit dieser Kombination ist ein Hba1c von unter 7 oder sogar unter 6 wieder möglich für mich! Auch MIT Cortison!

Ich bin der BIG direkt so dankbar, ich könnte immer noch losheulen, wenn ich an DAS Telefonat denke. Ich weiß gar nicht mehr, wie der junge Mann, der mir die Nachricht übermitteln durfte, heißt. Sascha… Das ist alles, was ich noch weiß und auch nur, weil wir ja zweimal direkt hintereinander telefoniert haben! 😀

Danke, Sascha! 😉

So. Ich habe jetzt gleich Krankengymnastik und muss mich noch etwas sammeln und dann kann der Tag losgehen.
Eigentlich muss ich dann auch zum Arzt und zum Diabetologen, aber ob ich das schaffe, weiß ich noch nicht! 😉

Rezept Sensoren

hier ist es… DAS Rezept des Jahres 2016! 😉

Im Glückstaumel

Mahlzeit!

Es ist einfach himmlisch. Linker Oberarm – mein Pod. Rechter Oberarm – mein Sensor. Der letzte selbstbezahlte Sensor!!!

Ich bin der BIG direkt so dankbar!!! Heute durfte ich sogar die erste Kunde wirbt Kunde – Aktion machen. Wenn der Geworbene Mitglied wird, bekomme ich 20 Euro (in bar – nicht als Gutschein wie bei anderen Kassen). Das finde ich sehr gut!

Wenn also noch jemand vor hat, zur BIG zu wechseln (nicht nur wegen der Sensoren), dann würde ich gerne werben! 😉

Ich schwebe auf Wolke 7 und das mit der Pumpe funktioniert grandios! Ich bin ein paar mal etwas tief gewesen (aber nicht unter 50 mg/dL), habe insgesamt zwei oder dreimal die Insulinzufuhr unterbrochen – das geht so super!!!

Wenn nur alles im Leben so einfach ginge!

Seit ich psychisch so „hoch“ fliege, ist mein körperlicher Zustand enorm besser geworden. Oder ich habe zeitgleich meinen Schub beendet (wenn es denn einer war).
Ich kann ein paar gute Schritte machen, zwar trotzdem immer noch mit (starken) Schmerzen, aber es geht zumindest mal!

Mein Bauch und vor allem meine Oberschenkel werden die spritzfreie Phase sehr genießen (abgesehen von meinen B12 und B6 Injektionen).

Einfach grandios!

Wenn morgen noch unsere Fußballmanschaft gewinnt, dann ist es unschlagbar! 😉

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes und möglichst schmerzfreies Wochenende mit TOP Werten!!!

Niemals aufgeben! Das ist mein Fazit zu meiner üblen Erfahrung mit der Barmer GEK!!! Das ist für immer Geschichte!

YEEEEEEEEEEHAAAAAAAAAAAAA 😀

Heute ist mein Glückstag!!!

Eben hat die BIG direkt gesund (meine neue Krankenkasse seit 01. März) angerufen.

Der nette Herr hatte noch eine Frage zu meinen Messungen, die ich mit dem Antrag auf das FreeStyle Libre eingeschickt habe. Ob ich zusätzlich zum Libre so viele Messungen habe (ca. 8-15 Stück am Tag).

NEIN! Natürlich nur ohne Libre!

Das wollte er wissen oder eher bestätigt haben. Ob ich wüsste, wie das jetzt mit dem Rezept dann ginge.

Und ich: „Ähm, heißt das jetzt, das ist genehmigt?“

Er: „Ja, das ist genehmigt!“

Und da war vorbei, ich habe so geweint vor Freude, dass er total erschrocken war. Er wusste gar nicht, was er sagen soll. „Entschuldigen Sie! Ich… Ähm… Sie wissen gar nicht, wie glücklich ich gerade bin!“

Ich habe so geweint und geschluchzt und war außer mir vor Freude. Meine beste Freundin saß mir gegenüber (fast wäre ich gar nicht ans Telefon gegangen) und hat mitgeheult! 😀

Jetzt ist es wahr! Ich habe den richtigen Weg gewählt. Barmer kündigen und zur BIG direkt gesund wechseln! Jetzt muss mein Diabetologe nur noch ein Rezept ausstellen, für !!! einen Jahresbedarf von 26 Sensoren !!!

ICH BIN DER GLÜCKLICHSTE MENSCH AUF DER GANZEN WELT!!!

Danke, BIG direkt!!!

Die erste Nacht – glücklich vereint…

Kein Aprilscherz! Ich hasse den 1. April! Diese blöde Veräppelei ohne Sinn…

Die erste Nacht mit meinem neuen Baby ist rum. Ich bin schon eine Weile wach und habe sogar auch schon den ersten Bolus abgegeben (und dafür natürlich den Bolusrechner genutzt).

Ich spüre die Kleene gar nicht und genieße die Pen-freie Zeit total. Kein Basal gestern Abend… Kein Gepieke vorm Essen…

Sehr lustig ist das ganz leise Knacken, wenn der Pod das Insulin abgibt. Jetzt, so früh am Morgen, hört man das schön, gestern oder heute Nacht ist mir das nicht aufgefallen.
Ich habe sehr gut geschlafen und der Pod hat mich überhaupt nicht gestört. Habe ihn genauso wenig bemerkt, wie meinen Sensor auch.

Übrigens sitzt der Sensor am rechten Oberarm und der Pod am linken 😉

Mein Schatz nennt mich nur noch Alien 😀

Meine Große hat den Pod als angekommen hingenommen und ist schlafen gegangen. Die Kleine hat noch mit mir gefeiert und sich mit mir gefreut! 😉

Jetzt bin ich gespannt, wie sich mein BZ verhält. Gerade ist er auf 252 mg/dL, aber vor fast 30 Minuten habe ich gegessen… Ich bin gespannt und werde berichten 😉

Jetzt könnte ich mir noch eine Runde auf der Couch gönnen… Eigentlich hat der Tag ja noch gar nicht angefangen 😀 Mal sehen, wie lange ich es jetzt am Lappy aushalte 😉

Meinen Lesern und Leserinnen wünsche ich einen erfolgreichen – möglichst schmerzfreien Tag und freue mich weiter auf so viele Nachrichten oder auch Kommentare wie bisher! *wink*

Der frühe Vogel…

… kann mich mal 😀 Trotzdem bin ich schon um 4:40 Uhr mit meinem Lieblingsmann aufgestanden und habe mit ihm einen Kaffee getrunken und einen Keks gegessen… Schlafen kann ich auch auf der Couch später noch mal… Unsere gemeinsame Zeit ist sehr kostbar und ich stehe – wenn ich es schaffe – gerne mit ihm auf…
Die Ruhe morgens ist etwas schönes… sogar die Piepmätze schlafen noch tief und fest in ihren Nestern und man hört keinen Laut von draußen…

Heute war ich zutiefst dankbar, dass der Wecker von meinem Mann – den ich sonst nie höre – mich von meiner Schmerznacht erlöst hat. Ich kann mich an das Wecklied nicht mehr erinnern, obwohl ich vorhatte, es mir zu merken, aber so langsam wirkt die erste Schmerztablette…

Frühstück ist eben die wichtigste Mahlzeit am Tag 😀

Natürlich bin ich auch immer aufgeregter… Morgen ist es soweit! Morgen geht mein langersehnter Wunsch in Erfüllung! Ich wage es mittlerweile gar nicht mehr, mir vorzustellen, wie das sein wird – mit meiner OmniPod. Traumhaft! Unabhängig! Sicher!

Mein Sensor dürfte auch heute kommen und wenn das der Fall ist, werde ich ihn auch heute direkt setzen. Ich warte nicht bis morgen, wie ich es geplant hatte, ich bin so heiß auf das kleine weiße Stück Technik, dass ich es nicht aushalte, in der nächsten Nacht zu wissen, dass das Ding in seinem Karton im Schrank liegt…
Unmöglich!
Ich werde ihn anlegen – süchtig wie ein Drogenjunkie, der seinen Schuss vorbereitet… Nur dass ich dann noch ganze 60 Minuten warten muss, bis das vollständige Glück in mir rauscht!
Horrorvorstellungen machen sich in mir breit…

Was, wenn der Sensor nicht funktioniert?

Wenn es der erste Sensor ist, der nicht korrekt misst?

Wenn er nicht klebt?

Dann wird sofort eine Fahrt in den Taunus gestartet und meine Mutter wird sanft überfallen und bekommt einen ihrer Vorratssensoren abgeschwatzt! 😉

Es muss ja auch einen Vorteil geben, eine Typ 1 Mutter zu haben!!! 😀

Meine Mutter hat übrigens – ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte – seit letzter Woche einen Test-OmniPod. Befüllt mit Kochsalzlösung soll sie schauen, ob sie das „Ding“ am Arm stört oder ob vielleicht doch eine Schlauchpumpe bevorzugt.
Sie ist jetzt schon ganz heiß, das kleine Teil mit Insulin zu befüllen 😀

Aber bei ihr dauert es noch etwas…

Morgen ist es also soweit! Ich werde mich vor dem OmniPod Termin noch mit Dorothea treffen – das haben wir schon sooooo lange geplant und immer ist etwas – meist einer der Wölfe – dazwischen gekommen… Aber morgen klappt es, ich hab das fest beschlossen! Und ich freu mich wahnsinnig auf Dorothea! Das gibt ein Wiedersehen! Und im Anschluss, noch voller Adrenalin und Glückshormone gibt es dann meinen OmniPod… Ist das eigentlich ein ER oder eine SIE? Das muss noch geklärt werden, denn die Namensgebung steht ja dann auch direkt an!

Ich sollte öfter morgens so früh bloggen… Die Worte sprudeln nur so aus meinen müden Fingern in die leichtgängigen Laptop-Tasten. Eine Leihgabe einer guten Freundin. Immer noch hing ich am PC fest. Keine finanzielle Kraft, mich davon zu trennen und dann stand da plötzlich dieser Samsung Laptop vor mir. Komplett in englisch eingerichtet – aber nach kurzer Kennenlernphase ist weder das englische Programm noch die englische Tastatur ein echtes Problem!
Und Dank seiner ENORMEN Speicherkapazität von über 260 GB (!!!) sind wir jetzt schon so fest miteinander verbunden, dass wir wohl untrennbar bleiben! 😉

Die Besucherzahl meines Blogs hat gestern in rasender Geschwindigkeit zugenommen. Man konnte förmlich die Tür auf- und zuschlagen hören, von den vielen Besuchern, die sich gestern hier getummelt haben!

Danke!

Auch lese ich noch in anderen Blogs… Viele Blogs sind nicht so meins. Da wird über Sachen berichtet, über die möchte ich nichts lesen. Politik oder so. Oder wenn ich merke, dass der Autor und ich so komplett anders ticken.
Manche Blogs gefallen mir SEHR gut und dann sehe ich, dass sie gar nicht mehr aktuell sind… naja, man fängt unten an zu lesen und beim obersten, also letzten Beitrag sieht man, dass der schon ein Jahr oder älter ist 🙁
Dann bin ich traurig und hoffe, dass es meinem Blog nicht auch irgendwann so geht, dass er in den Weiten des Internet alleine und hilflos umherirrt und keiner kümmert sich mehr…
Momentan lese ich auch in einem wordpress-Blog „Against the Hurricane“ und mein aktueller Beitrag ist vom Titel her sehr vielversprechend: „Was wäre, wenn der Osterhase Diabetes hätte?“

Das wäre ganz furchtbar, ist meine spontane Antwort… 😀

Ich geh mal lesen und melde mich – vielleicht – später noch mal, wenn mich die Couch nicht komplett überreden konnte, mit ihr ein bissel zu schlummern! 😉