Ich traue mich noch gar nicht,…

… Luft zu holen…

Die vergangen Tage waren so schlimm – sowohl oder vor allem für meine Tochter, aber auch für mich, dass ich noch nicht wirklich glauben kann / möchte, dass es jetzt bergauf geht.

In meinem Kopf fahren die Gedanken um sie noch Achterbahn. Diese Schmerzen, die das Kind aushalten musste und muss, diese Machtlosigkeit auf meiner Seite. Das wünsche ich keinem… 🙁

Das einzige, was mir Sicherheit gegeben hat, war mein Libre und meine OmniPod. Die zwei harmonieren perfekt zusammen. Ich habe solch eine „Macht“ über meinen Diabetes, wie noch nie zuvor.

Da ich in stressigen oder aufregenden Siutationen gerne mit dem BZ nach unten rausche (wo andere Werte nach oben hin erreichen, die einen eigentlich in eine Klinik bringen), ist das Libre mir eine wahnsinnige Hilfe. Sobald es emotional stressig wird, anstrengend (körperlich wie geistig) oder ich Angst bekomme, einfach ein paar öftere Blicke auf das Libre und der Verlauf und der Trendpfeil berichten mir, was ich eh schon vermute und eh es zu spät ist und ich umkippe, kann ich schnell auf die Suche nach ein paar Kohlehydraten gehen / rollen und natürlich meine Pumpe für eine halbe Stunde in Pause schicken.

PERFEKT!

Ich brauche keinen Hypoallarm, zumindest nicht in solchen Phasen.

Während den OPs meiner Tochter war ich gut gerüstet, die Tasche voller Kohlenhydrate, die raus wollten und den Rest seht Ihr hier:

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OmniPod, FreeStyle Libre, Handy und Elterntelefon, auf dem ich vom Aufwachraum bzw der diensthabenden Schwester angerufen wurde.

Der letzte Pod ist gerade so dem BH-Träger-Mord entkommen. Der BH ist (noch) nicht verhaftet und hat aber schon mitgeteilt bekommen, dass er das Land nicht verlassen darf. Eine Verhandlung wird es nicht geben, ich werde mit aller richterlichen Härte durchgreifen müssen.

Der Pod hielt tapfer bis zum Schluss durch und ich war froh, als ich ihn entfernen durfte, denn er tat etwas weh.

Leider gab es beim Folge-Pod auch milde Komplikationen, anscheinend waren doch noch Muskeln aktiv (hab ich überhaupt Muskeln?)… Zumindest habe ich etwas getroffen, was auch heute noch weh tut und auch in der Nacht konnte ich nur mit spezieller Unterbauung mit Bettdecke und Kopfkissen darauf liegen, nämlich nur dann, wenn kein Druck auf den Pod ausgeübt wird. Aber hier werde ich sehr mild mit den zarten Augen und dem starken Herz einer Mutter Gnade walten lassen. Der Pod darf bleiben, bis dass der Piepton uns trennt…

Apropos Piepton, da wird es einen super lustigen Beitrag geben. Ich versuche, die Tage ein wenig nachzuholen, was ich nicht schreiben konnte… Freut Euch also den ein oder anderen Tag auf mehrere Beiträge! 😉

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, Ersatz dabei zu haben und im Zweifel auch Pen und Co.

Es ist einfach nie vorhersehbar, was passiert oder passieren kann… Es wird aber teilweise sehr lustig, denn irgendwie neige ich zu Situationen, die dann einfach auch – zumindest im Nachhinein – lustig sind!

Nun muss ich den Spagat noch eine Weile schaffen, zwischen Kinderklinik und Zuhause, zwischen dem Versorgen und Behüten meiner Tochter und mir selbst.

Ankommen zuhause ist sehr schwer momentan, meine Familie vermisst mich natürlich – allerdings aktuell auch noch, wenn ich körperlich anwesend bin. Denn in Gedanken bin ich rund um die Uhr bei meiner Tochter.

Hat sie Schmerzen? Braucht sie etwas? Geht es ihr gut? Hat sie Langeweile? Was kann ich Gutes für sie tun?
Fragen, die in Dauerschleife durch meinen Kopf rasen und fast komplett mein Emotionszentrum beanspruchen.

Ich möchte hier schon mal vielen Dank an alle sagen, die mir so süß z.B. per WhatsApp zur Seite standen und stehen!

Tina, Pille, Birgit, Carina, Börbel, Mama, Jan, Moni, der Bäcker an der Ecke ( 😀 ) und alle anderen, die ich jetzt im morgendlichen Blindflug vergessen habe (natürlich nur vorübergehend)…

Ihr wart mir eine SEHR große Hilfe und Stütze und ohne Euch wäre es noch viel härter gewesen!!!

DANKE!!!

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