Für Unfähigkeit noch bezahlen!

Guten Morgen!

Jetzt muss ich mir und meinem Ärger mal Luft machen. Das, was die Barmer jetzt schon wieder abzieht, geht auf keine Kuhhaut. So viel Unfähigkeit in EINEM Unternehmen? Das KANN doch gar nicht sein! Das will mir doch keiner weismachen, dass das nur mir auffällt!!!

Gut. Ich bin eh nicht gut auf die Barmer zu sprechen. Vier, fast fünf Jahre hatte ich jetzt dauernd Ärger mit denen.
Aber ich bin ein Mensch, der immer wieder Chancen vergibt – eine Eigenschaft, die mich schon viele Nerven und noch mehr Geld gekostet hat.
Ich stelle also einen Antrag auf Haushaltshilfe. Mein Hausarzt hat „sein“ Formular auch ausgefüllt, gestempelt, unterschrieben. Beantragt wurde die Zeit vom 20.01. bis 29.02.2016 (in dieser Zeit war mein Mann beruflich in den USA, meine KLEINE Tochter krank und ich – naja, noch mehr auf Hilfe angewiesen als sonst, da ich mitten im Schub steckte…).

Zunächst kam der gleiche Bogen, den ich eingeschickt hatte, blanko noch mal zurück, da mein Arzt eine Haushaltshilfe für mich beantragt hätte!

Ich also dort angerufen, dass ich doch den Antrag schon ausgefüllt eingesendet habe.

Darauf folgten gefühlte 60 Minuten hin und her, dass es sicher eine Überschneidung im Posteingang gegeben habe. Und die Dame am Telefon blieb auch bei ihrer Meinung, als ich ihr MEHRFACH erklärte, dass die Formulare alle in einem (!!!) Umschlag verschickt worden sind!!!

Nein, es blieb bei der Überschneidung, aber ich müsse nicht noch ein Formular ausfüllen.

Ein Schreiben erklärte mir einge Zeit später, dass mir eine Haushaltshilfe zusteht und die Barmer sich WAHNSINNIG freue, mir diese Leistung zu erstatten.
Für den Zeitraum vom 28.01. bis zum 04.02. würden sie mir täglich 2 Stunden erstatten und das in Höhe von 2,50 Euro!

HAHAHAHA… der Lacher schlechthin… 2,50 Euro???

Aufgrund der gesetzlichen Zuzahlungspflicht von 10% der täglichen Kassenleistung, mindestens 5 Euro, aber höchstens 10 Euro je Tag, wäre die Auszahlung daher in Höhe von 0,00 Euro!

😀 Brüller!

Ich rief also wieder da an… Völlig genervt in der Warteschleife… Jedes Mal wird einem da ins Ohr gesäuselt, dass das Anrufaufkommen – GERADE HEUTE – wahnsinnig hoch sei… Bla, bla, bla…
Ein junger Mann war dann dran… Er las sich alles durch und war dann der Meinung, dass aus meinem Antrag weder hervorging, dass ich krank bin, noch dass meine Tochter in der Zeit nicht in der Schule war etc.
Nun, ich kann nur das angeben, was in einem Formular abgefragt wird!!!
Er meinte dann, ich solle Widerspruch einlegen, am besten noch heute und kurz schriftlich erklären, was genau los war, dass die Kleine krank war und ich im Rollstuhl sitze etc.
Weiterhin würde eine „Abrechnung“ der Haushaltshilfe in den Unterlagen fehlen. Runterladen könne man das nicht, ich könne das auch mit meiner Haushaltshilfe schnell handschriftlich verfassen, WAS sie WANN, WIE LANGE und WARUM und für WIEVIEL gemacht hat.

Wir taten, wie uns geheißen.

Daraufhin rief die Barmer bzw. eine Mitarbeiterin der Barmer bei mir an. Sie könne mir schon mitteilen, ich bekäme nach meinem Widerspruch die Haushaltshilfe erstattet, allerdings nur 8 Stunden am Tag, bis zum 29. Februar.
Dass mein Mann in der Zeit überhaupt nicht zuhause gewesen wäre, wäre aus dem ersten Antrag nicht richtig hervorgegangen (na gut, ich habe es auch nur EINMAL in dem Antrag erwähnt, unter dem Punkt, warum mein  Mann nicht in der Lage ist, in der Zeit den Haushalt weiterzuführen!). Da kann das schon mal untergehen! *grrrrr*

Sie würde mir das dann zuschicken, damit ich das auch schriftlich hätte. Sie nannte auch eine Summe, aber nur ungefähr, so dass ich mir die gar nicht erst richtig gemerkt habe (zumal es eh nicht zählen würde, da nicht schriftlich).

Daraufhin kam wieder Post von der Barmer. Diesmal stand der Zeitraum 28.01. bis 04.02. 2016 als bewilligt.
Ich drehte halb durch.
Also rief ich WIEDER bei der Barmer an. Wieder erst irgendjemand von der Hotline, der mich dann nach Aschaffenburg durchstellte – was natürlich – WIEDER dauerte…
Komisch, dass so hohes Anrufaufkommen ist, immer wenn ICH dort anrufe!

Der Herr, der in Aschaffenburg dran ging, musste sich erst mal einlesen. Klar. Mittlerweile hat die Unterakte Haushaltshilfe ja auch schon etliche Anrufe, Formulare, Anschreiben, Unterlagen etc. Das kann dann schon mal dauern, sich durch das Chaos seiner Kollegen durchzuwühlen.
Er war aber sehr nett und versprach mir einen Rückruf.

Gleich vorneweg, ihn habe ich nicht mehr an der Strippe gehabt. Aber dafür die Dame, die mich angerufen hatte, um mir die Übernahme der Haushaltshilfe telefonisch mitzuteilen…
Sie erklärte mir, dass ich VOR meinem Krankenhausaufenthalt KEINEN Anspruch auf Haushaltshilfe habe und danach bis zu vier Wochen, weil die Barmer so eine kulante Kasse sei (sinngemäßes Gedächtnisprotokoll!).
Zu dem Chaos mit dem Zeitraum fiel ihr nur ein, dass sie mir das noch mal schickt, damit ich alles beisammen habe. Aber es würde noch ein Formular von der Haushaltshilfe fehlen, wenn das da wäre, könne sie überweisen.
Das Formular war dabei, das haben wir dann sofort ausgefüllt und wieder abgesendet. Auch wenn wir das alles schon handschriftlich eingereicht hatten, wie der junge Mann am Telefon uns gesagt hatte.

Gut. Wieder Post abgewartet. Heute kam wieder ein Schreiben mit Übernahme vom 05.02. bis 29.02.2016. Was ist denn jetzt wieder für ein Wurm drin?
Ich also wieder bei der Hotline angerufen. Wieder ein junger Mann dran. Ich bat direkt um Weiterverbindung nach Aschaffenburg. Ob es immer noch um die Haushaltshilfe ginge? Jawoll.
Er verband mich nach Aschaffenburg. Wieder eine fremde Dame. Sie war von vorneherein sehr kurz angebunden und vermittelte mir das Gefühl, was ich denn überhaupt wolle. Ich solle froh sein, überhaupt etwas zu bekommen!!!
Ich bemängelte das Chaos jetzt dann doch mal und teilte ihr auch mit, dass meine Geduld so langsam am Ende sei. Ich erwähnte auch, dass ich durchaus mit dem Gedanken spielen würde, an die Presse zu gehen…

Damit hatte ich dann natürlich was gesagt! Sofort schaltete sie noch einen Gang mehr auf geschäftlich und war sehr kurz angebunden.

Sie wollte sich dann auch erst mal einlesen.

Ein paar Minuten später (scheinbar ist sie die erste Mitarbeiterin bei der Barmer, die überhaupt lesen kann 😀 ) rief sie auch schon zurück.
VOR dem Krankenhaus habe ich so oder so keinen Anspruch, meinte sie. Daher stünde auch ab dem 28. Januar im Schreiben.
Da es zwei verschiedene Zeiträume sind, die behandelt werden würden, wären es zwei Schreiben. Einmal vom 28.01. bis 04.02. und einmal vom 05.02. bis 29.02.2016.
Hmmm… Und warum? Genehmigt wurden jeweils nur die 8 Stunden bzw. 20 Euro am Tag!!! Und zwar gleichgültig, ob ich im Krankenhaus war oder nicht…

Laut der Barmer ist das jetzt clever so geregelt:
Täglich sollte die Haushaltshilfe 60 Euro bekommen (für 24 Stunden Arbeit!!!). Die Barmer genehmigt 20 Euro, denn mehr hätte ich ja nicht beantragt!!!

So einfach ist das… So einfach ist das… So einfach ist das…

Das ist mein neues Mantra für heute. Die „nette“ Dame schickte dann noch hinterher, dass das mit Sicherheit KEIN Fall für die Presse wäre und alles ganz nach Gesetz laufen würde. Und meine Tochter wäre mit 12 Jahren ja in der Lage, sich selbst zu versorgen – natürlich nur, weil der Gesetzgeber das so sagt!!!

Also. Nach Aussage der Barmer ist es völlig OK, wenn meine Kinder (12 und 15 Jahre alt) von 24 Stunden nur 8 Stunden „betreut“ sind. Dass in dieser Zeit auch ihre Mutter „betreut“ und versorgt wird, ist denen völlig gleichgültig! Und das ist KEIN Fall für die Öffentlichkeit? Aha…

Mag sein, dass ich jetzt eh schon etwas drüber bin, weil ich einfach so stinkesauer bin, dass ich schreien könnte, aber hallo???

So. Ich bin gespannt, was da noch raus kommt… Danke fürs Luftablassendürfen und für Eure Geduld beim Lesen!

Und… DANKE für die lieben positiven Rückmeldungen, die Ihr mir per Mail zukommen lasst! Das ist sooooo süß! *knutsch* 😉

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