Die Sache mit dem Schmerz

Schmerz kennt keine Grenzen
Schmerz kennt keine Grenzen

5 sehr schlechte Tage hintereinander. Schmerzen. Nachts Albträume. Automatisch springt bei mir in solchen Phasen der Denkapparat an und denkt und denkt und denkt.

Vor allem Zeug, über das ich gar nicht nachdenken MÖCHTE. Es ist teilweise total unwichtig, andere Male sind es wahre Existensängste. Was passiert, wenn…? Horrorszenarien spielen sich vor meinem inneren Auge ab. Komische Kombinationen aus diversen Phasen aus meinem Leben. Monster in Menschenfigur. Beziehungskrisen. Familiendramen… Ich merke, wie mein ganzer Körper mit Anspannung reagiert und ich nervös werde. Nicht vor Angst, sondern weil ich mich wahnsinnig ärgere, nichts tun zu können.

Ich probiere dann, mich selbst abzulenken. Positive Gedanken. Meditation. Progressive Muskelentspannung. Hilft mir immer beim Einschlafen, aber nicht gegen meinen Denkapparat… Der ist ganz schön mächtig, dafür dass er oft nicht richtig funktioniert 😀

Meine Finger sind dick und kaum beweglich. Das Schreiben fällt mir extrem schwer und ich muss immer wieder eine Pause machen. Kühlen. Alle Gelenke sind geschwollen und rot. Finger, Hände, Knie, Füße und Fußzehen. Nur die Ellenbogen weigern sich, mitzumachen. Schwimmen gegen den Strom. Auch die Schultern sind seit Bad Kreuznach einwandfrei. Fast nicht schmerzend. Das ist eine Wohltat. Im Rollstuhl ohne Arme ist total doof… 😉

Die Nacht konnte ich wieder vor Schmerzen nicht mehr weiter schlafen. Meine Schmerztabletten waren nicht da, wo sie sein sollten, weil ich sie eine Nacht vorher schon leer gemacht habe… Im Dunkeln, kaum beweglich, habe ich den nächsten Blister gesucht. Und irgendwann auch gefunden.

Irgendwann war ich wieder eingeschlafen. Morgens wie gerädert. Man fühlt sich wie nach einem schweren Unfall. Sortiert die Gliedmaßen. Ortet die Schmerzen und versucht sie einzuschätzen. Langsam wird probiert, was man alleine bewegen kann, was nicht.

Mein Mann weiß dann immer nicht, wo er helfen soll. Wo er anfassen darf, um mir aufzuhelfen. Eine Qual. Für beide. Einzig der Gedanke, dass es am nächsten Tag sicher wieder besser wird, hilft mir auf. Und das jetzt schon seit 5 Tagen… 🙁

Ich warte auf die Post. Auf wichtige Post. Kommt auch nicht. Meine Lunge pfeift und ich habe Schmerzen in der Brust. Mein Asthma  meldet sich auch zurück? 2 x Spray und dann aber Ruhe!!!

Das kann ich alles gar nicht gebrauchen…

Die Uhr tickt… die Welt bleibt nicht stehen, nur weil es mir gerade nicht gut geht.

Das Ticken zeigt mir unaufhörlich, dass es weitergeht. Mit mir oder ohne mich. Ob ich will oder nicht.

Also ans Tiefkühlfach. Coolpack holen. Hände kühlen und weiter gehts…

Fortsetzung, rund 3 Stunden später…

Nach einem ausführlichen Telefonat mit meinem Hausarzt, entschied er sich für einen Cortisonstoß.

Nun werde ich einige Wochen meinem  Blutzucker hinterherjagen, dafür aber hoffentlich wesentlich weniger Schmerzen haben!

Der Kreislauf meines Alltags 😀

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