Rehaziel erreicht!?

Am 18.11. habe ich diesen Beitrag schon erstellt und heute erst kann ich mich dran setzen, ihn auch zu schreiben…

Mein Kopf ist immer wieder sehr leer. Die Anspannung wegen dem Termin in Heidelberg beim Spezialisten für das Stiff-Person-Syndrom wird größer.

Warum?

Ich weiß es nicht sicher und doch sehr genau.

Angst vor einer weiteren Enttäuschung.
Angst vor einer neuen Diagnose.
Angst vor einem nicht netten Arzt.
Angst vor der Anstrengung.
Angst vor weiteren unschönen Untersuchungen.
Angst vor unvorhergesehenen Dingen.
Angst vor dem Tag auswärts.

Ich weiß nicht, warum es so ist, aber es ist so und wird von Tag zu Tag stärker, je näher der Termin kommt.
Es beschäftigt mich tagsüber und auch nachts oder vor allem nachts. Wenn Ruhe ist, und ich eigentlich schlafen sollte / könnte.

Die Erhöhung des Cellcepts in der Reha war auf jeden Fall richtig. Somit bin ich einen Schritt weiter und mein Rehaziel ist erreicht.

Man wollte mich aber auf die Füße stellen und das Ziel wurde kläglich verfehlt. Aber die Hoffnung gebe ich noch nicht auf! So lange nicht klar ist, was mit der offenen Diagnose ist und so lange nicht alles probiert wurde an Therapie… ich gebe nicht auf! Das würde der Wolf auch nicht tun! 😉

Ich hatte eine tolle Gruppe während der Reha. Keine „normale“ Reha-Clique, sondern der Start von Freundschaften! Das hat Kraft gegeben, denn es lief bei weitem nicht alles reibungslos.

Die Klinik ist alles andere als barrierefrei und ich hatte Mühe, mich im Alltag zu „versorgen“.
Ich möchte gar nicht mehr soooo sehr darauf eingehen, aber vielleicht kommt das zu einem späteren Zeitpunkt noch mal in den Vordergrund…

Ich merke, dass ich alles in 2 Kategorien teile, vor Heidelberg und nach Heidelberg.

Und irgendwie verschiebe ich möglichst viel auf NACH Heidelberg. Warum auch immer.

Ist doch so viel Hoffnung in mir? Auf Besserung? Auf Stabilität? Auf Beständigkeit?

Vieles überfordert mich im Moment. Ich bin innerlich gereizt und ich möchte so wenig Kontakt zu Menschen wie möglich. Nur bestimmte Menschen lasse ich an mich ran und auch die weniger.
Es tut mir leid, aber auf der anderen Seite muss ich lernen, an mich zu denken. Was mir gut tut und was nicht.

Mit einer – wie ich dachte – Freundin gab es Streit wegen nichts. Ein blödes Missverständnis. Aber es ist derart eskaliert, dass mich jetzt alleine schon der Name in der WhatsApp Gruppe so dermaßen nervt, dass mich das Handy schon nervt…

Ich brauche Menschen, die mir Kraft und Unterstützung geben und nicht jene, die mir die letzte wenige Kraft noch rauben… 🙁

Leider verstehen das viele nicht und ich muss mich immer wieder weiter zurück ziehen um mich zu schützen…

Aber es kommen auch wieder bessere Tage, das weiß ich. Ich versuche mich an meiner kleinen Welt zu erfreuen. Meiner Familie. Meinen Hunden.

Und vielleicht schreibe ich jetzt auch wieder etwas mehr. Ich hab noch so viel im Kopf, was raus will! 😀

Fühlt Euch umarmt!

Nani 😉