Der frühe Vogel…

… kann mich mal 😀 Trotzdem bin ich schon um 4:40 Uhr mit meinem Lieblingsmann aufgestanden und habe mit ihm einen Kaffee getrunken und einen Keks gegessen… Schlafen kann ich auch auf der Couch später noch mal… Unsere gemeinsame Zeit ist sehr kostbar und ich stehe – wenn ich es schaffe – gerne mit ihm auf…
Die Ruhe morgens ist etwas schönes… sogar die Piepmätze schlafen noch tief und fest in ihren Nestern und man hört keinen Laut von draußen…

Heute war ich zutiefst dankbar, dass der Wecker von meinem Mann – den ich sonst nie höre – mich von meiner Schmerznacht erlöst hat. Ich kann mich an das Wecklied nicht mehr erinnern, obwohl ich vorhatte, es mir zu merken, aber so langsam wirkt die erste Schmerztablette…

Frühstück ist eben die wichtigste Mahlzeit am Tag 😀

Natürlich bin ich auch immer aufgeregter… Morgen ist es soweit! Morgen geht mein langersehnter Wunsch in Erfüllung! Ich wage es mittlerweile gar nicht mehr, mir vorzustellen, wie das sein wird – mit meiner OmniPod. Traumhaft! Unabhängig! Sicher!

Mein Sensor dürfte auch heute kommen und wenn das der Fall ist, werde ich ihn auch heute direkt setzen. Ich warte nicht bis morgen, wie ich es geplant hatte, ich bin so heiß auf das kleine weiße Stück Technik, dass ich es nicht aushalte, in der nächsten Nacht zu wissen, dass das Ding in seinem Karton im Schrank liegt…
Unmöglich!
Ich werde ihn anlegen – süchtig wie ein Drogenjunkie, der seinen Schuss vorbereitet… Nur dass ich dann noch ganze 60 Minuten warten muss, bis das vollständige Glück in mir rauscht!
Horrorvorstellungen machen sich in mir breit…

Was, wenn der Sensor nicht funktioniert?

Wenn es der erste Sensor ist, der nicht korrekt misst?

Wenn er nicht klebt?

Dann wird sofort eine Fahrt in den Taunus gestartet und meine Mutter wird sanft überfallen und bekommt einen ihrer Vorratssensoren abgeschwatzt! 😉

Es muss ja auch einen Vorteil geben, eine Typ 1 Mutter zu haben!!! 😀

Meine Mutter hat übrigens – ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte – seit letzter Woche einen Test-OmniPod. Befüllt mit Kochsalzlösung soll sie schauen, ob sie das „Ding“ am Arm stört oder ob vielleicht doch eine Schlauchpumpe bevorzugt.
Sie ist jetzt schon ganz heiß, das kleine Teil mit Insulin zu befüllen 😀

Aber bei ihr dauert es noch etwas…

Morgen ist es also soweit! Ich werde mich vor dem OmniPod Termin noch mit Dorothea treffen – das haben wir schon sooooo lange geplant und immer ist etwas – meist einer der Wölfe – dazwischen gekommen… Aber morgen klappt es, ich hab das fest beschlossen! Und ich freu mich wahnsinnig auf Dorothea! Das gibt ein Wiedersehen! Und im Anschluss, noch voller Adrenalin und Glückshormone gibt es dann meinen OmniPod… Ist das eigentlich ein ER oder eine SIE? Das muss noch geklärt werden, denn die Namensgebung steht ja dann auch direkt an!

Ich sollte öfter morgens so früh bloggen… Die Worte sprudeln nur so aus meinen müden Fingern in die leichtgängigen Laptop-Tasten. Eine Leihgabe einer guten Freundin. Immer noch hing ich am PC fest. Keine finanzielle Kraft, mich davon zu trennen und dann stand da plötzlich dieser Samsung Laptop vor mir. Komplett in englisch eingerichtet – aber nach kurzer Kennenlernphase ist weder das englische Programm noch die englische Tastatur ein echtes Problem!
Und Dank seiner ENORMEN Speicherkapazität von über 260 GB (!!!) sind wir jetzt schon so fest miteinander verbunden, dass wir wohl untrennbar bleiben! 😉

Die Besucherzahl meines Blogs hat gestern in rasender Geschwindigkeit zugenommen. Man konnte förmlich die Tür auf- und zuschlagen hören, von den vielen Besuchern, die sich gestern hier getummelt haben!

Danke!

Auch lese ich noch in anderen Blogs… Viele Blogs sind nicht so meins. Da wird über Sachen berichtet, über die möchte ich nichts lesen. Politik oder so. Oder wenn ich merke, dass der Autor und ich so komplett anders ticken.
Manche Blogs gefallen mir SEHR gut und dann sehe ich, dass sie gar nicht mehr aktuell sind… naja, man fängt unten an zu lesen und beim obersten, also letzten Beitrag sieht man, dass der schon ein Jahr oder älter ist 🙁
Dann bin ich traurig und hoffe, dass es meinem Blog nicht auch irgendwann so geht, dass er in den Weiten des Internet alleine und hilflos umherirrt und keiner kümmert sich mehr…
Momentan lese ich auch in einem wordpress-Blog „Against the Hurricane“ und mein aktueller Beitrag ist vom Titel her sehr vielversprechend: „Was wäre, wenn der Osterhase Diabetes hätte?“

Das wäre ganz furchtbar, ist meine spontane Antwort… 😀

Ich geh mal lesen und melde mich – vielleicht – später noch mal, wenn mich die Couch nicht komplett überreden konnte, mit ihr ein bissel zu schlummern! 😉

Der Countdown läuft…

Noch zwei Tage!!! Noch zwei Tage!!! Noch zwei Tage!!!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand vorstellen kann, wie ich mich freue! Auf meine OmniPod!!!

Jetzt haben wir letzte Woche das Basal für die Nacht erhöht… Und rein gefühlsmäßig ist der Wert seit dem noch schlechter… ob das wirklich so ist, muss ich nachher mal im Insulinx checken…
Heute war der Nüchternwert bei 177 mg/dl. Nicht sooooo schlecht, aber für NBZ viel zu hoch…

Ich werde mal auf die Suche gehen…

Allerdings hat sich das Thema Basal ja eh bald erledigt, zumindest vorübergehend! Dank der OmniPod und dem Libre werde ich solche „Ausreißer“ zukünftig leicht finden und beseitigen können… So ist der Plan…

Einen Sensor habe ich mir jetzt noch mal geleistet, damit ich mit Pumpe auch das Libre nutzen kann… Ich hoffe, ich bekomme eine positive Antwort von der BIG direkt gesund. Dann hätte sich mein Krankenkassenwechsel spätestens „gelohnt“.

Warten wirs ab… es bleibt spannend 😉

Faulenzertag

Heute ist so richtig mieses Wetter… dauernd regnet es und man hat so auf gar nichts Lust!

Und das, wo es mir heute relativ gut geht… Aber mal den 3/4 Tag auf der Couch ist auch schön. Den ein oder anderen Film schauen und mit dem besten Ehemann, den es gibt schmusen und die Zeit gemeinsam genießen… ohne Telefon und Action…

Und meine beste Freundin hat mich auch besucht… gestern habe ich sie gar nicht gesehen, das ist ganz ungewohnt. Wir kennen uns noch gar nicht so lange, so ca. 1,5 Jahre erst… Seit Ende letzten Jahres nenne ich sie meine beste Freundin und das ist sie auch. Sie ist die beste beste Freundin, die ich jemals hatte! Nur noch eine Freundin hat diesen Titel. Was für ein glücklicher Mensch ich bin – mit zwei so tollen besten Freundinnen…

Bei beiden bin ich nicht sicher, ob ICH auch ihre beste Freundin bin, aber das ist mir auch nicht ganz so wichtig… Die beiden kennen sich (noch) nicht, aber das wird sich hoffentlich im Sommer mal ändern…
Leider wohnt meine andere beste Freundin etwas weiter weg… aber trotzdem ist fest geplant, dass ich sie bald besuche…

B. habe ich über meinen Mann kennengelernt, T. habe ich über die Hunde kennengelernt und beide haben etwas, was außergewöhnlich ist. Sie können mich ohne Worte nur mit ihrer bloßen Anwesenheit aufbauen. Schlechte Laune verfliegt im Nu, wenn ich sie sehe oder höre…
Wir verstehen uns blind und das genieße ich in vollen Zügen!

Noch nie hatte ich eine beste Freundin (geschweige denn gleich zwei), die einfach so für mich da waren, ohne etwas zu wollen, eine „Gegenleistung“ zu verlangen oder so…

Danke, dass Ihr immer für mich da seid!!! *knutsch*

Das Ding mit den Ärzten…

 

Ich hab mittlerweile den dritten Diabetologen. Der erste war sofort gewechselt, als er es beim ALLERERSTEN Termin nicht für nötig hielt, mir Blut abzunehmen, die Antikörper zu checken etc und mir tatsächlich so ins Gesicht sagte, dass ich mit SICHERHEIT kein Typ 1 wäre und mein Hashimoto auch nur erfunden wäre! Das wäre eine Modeerscheinung!!!
Teststreifen? Pustekuchen! Und schon gar nicht die fürs Accu Check Mobile!!!
Nach ein paar wütenden Emails hin und her war klar, hier geh ich nicht mehr hin!
Der zweite war mein Begleiter für rund 2,5 Jahre…
Er hatte mit mir nicht viel zu tun, da ich nach der Erfahrung mit dem ersten keine Lust hatte, von Ärzten abhängig zu sein. Also machte ich strengstens LCHF und brauchte rund 1 Jahr gar kein Insulin.
Ich war brav alle 3 Monate beim Doc, Mitglied im DMP und legte ihm bei jedem Termin die Ausdrucke meines BZ hin.
Beim Labor war er stets sehr genau und eifrig, kontrollierte vor allem auch gerne die Schilddrüsenwerte mit und auch Cholesterin – wegen meiner fettreichen Ernährung. Regelmäßig war er sprachlos, wie gut meine Werte waren!!!
Im Grunde haben wir immer eher einen Schwätztermin gehabt, als einen Arzttermin. Teilweise sprachen wir über ganz andere Sachen als meinen Blutzucker.
Als Arzt meldete sich erst zu Wort, als mein NüchternBZ nicht mehr unter gut war und nicht mehr unter einen bestimmten Wert ging.
Er wollte 2stellig, das war alles.
Also kam Basalinsulin hinzu…
Eine Schulung hatte ich bis dahin übrigens nicht!  :laub
Das mit dem Basal für die Nacht war kein Problem. Die ersten Injektionen allerdings schon. Ich hatte Panik zu unterzuckern. Hatte überhaupt keine Ahnung, wie das Insulin jetzt wohl wirken würde.
Die erste Dosis war so rund 6 IE – wenn ich mich recht erinnere. Vor der ersten Injektion saß ich neben meinem Mann im Bett und überlegte hin und her, was ich jetzt tun würde.
Ich: „Vielleicht spritze ich doch nicht!“
Er: „Dann spritz nicht!“
Ich: „Oder ich spritze die Hälfte!“
Er: „Dann spritz die Hälfte!“
Ich: „Oder nur ein oder zwei Einheiten?“
Er: „Dann spritz nur ein oder zwei Einheiten!“
Ich: „Oder doch gar nicht?“
Er: „Dann spritz gar nicht!“
Es war für ihn bestimmt furchtbar, aber er gab mir genau den Halt, den ich brauchte. Einfach die Sicherheit, egal, was ich auch immer entscheiden würde, er würde hinter mir stehen und die Entscheidung mit tragen!
Ich spritzte an diesem Abend 1 IE Basal und an meinem Nüchternwert hatte sich natürlich gar nichts verändert. Auch der nächtliche Wert gegen 3 Uhr, den ich zur Sicherheit machen sollte, war jenseits von einer Unterzuckerung.
Die Anfangsdosis von rund 6 IE hatte ich also schnell erreicht und mein Nüchtern BZ war auch ganz schnell damit da, wo er hingehört…
Im Frühling 2012 kam bei mir vermehrt der Gedanke, ich könne ggf. den Lupus von meiner Mutter übernommen haben. War ja jetzt nicht nur der Diabetes gefolgt vom Hashi eingezogen…
Ich hatte Schmerzen, war immerzu müde und hatte Probleme mit der Sonne.
Ich ließ mir von Dorothea Maxin – eine tolle Frau – (ein ander mal mehr von ihr) die wichtigsten Werte per Mail schicken, die mir abgenommen werden sollten, um zu schauen, ob mein Verdacht korrekt sei.
Mit der Liste und viel Hoffnung auf sein Verständnis kam ich ihn die Praxis.
Verständnis? Pustekuchen!
Noch nicht mal die Frage, wie ich auf den Verdacht käme! Einzig die Worte „Nur weil Ihre Mutter SLE hat, heißt das noch lange nicht, dass Sie das auch haben! Im Gegenteil, Lupus ist nicht vererbbar!“ Und das in der kleinen Laborkammer… 🙁
Die Werte nahm er nicht. Lediglich die ANAs und ein paar unwichtige Werte wie CRP, BSG… Den Lupus hätte man aber da schon „sehen“ können… Leider wurde von ihm nicht weiter agiert und ich hatte das Vertrauen in ihn als Mensch vollkommen verloren!
Dann wurde ich krank. Der Lupus war ausgebrochen. Krankenhaus – Cortison – Die Einstellung wurde für mich purer Horror. Das kannte ich nicht.
Ich hatte mir vor dem KH Aufenthalt für „Notfall“ mal schnell Insulin verschreiben lassen, damit ich – falls ich mal „sündigen“ möchte – was spritzen kann…
Damit stand ich dann da… Kurze Einweisung. Der Schock von der Beraterin, dass ich noch gar keine Schulung hatte – müssen wir nachholen… HAHAHA… :rofl
Im Krankenhaus war LCHF oder auch LC gar nicht möglich! Es wurde im Speisesaal gespeist und es war nicht mal möglich, eine Waage zu bekommen. Ich saß mit meinem fast 3 Jahre alten Diabetes da wie ein Schulkind. Als hätte ich ihn gerade erst bekommen. Plötzlich musste ich schätzen. Rechnen. Vertrauen in mich bekommen. Ich hatte damals das FreeStyle Insulinx, was mir viel half. Die Rechnerei war für mich ungewohnt. Ich hatte ja zuvor noch nie für mein Essen was berechnen oder spritzen müssen.
Nach dem KH Aufenthalt war alles anders. Von heute auf morgen war ich völlig überfordert. Mein BZ war – im SCHNITT – bei rund 350 bis 450 mg/dl und ließ sich überhaupt nicht mehr regeln.
Klar… totale Insulinresistenz! Dem Cortison sei Dank!
Mein Diabetologe meinte am Telefon, die Werte wären ja noch nicht sooooo schlimm… Ich solle einfach mal überall eine Einheit erhöhen.  :rofl
Eine Freundin und damals meine Krankengymnastin (selbst Typ 1) empfahl mir ihren Arzt damals schon eine Weile. Und als das so schlimm wurde mit den Werten, gab sie mir dann seine Nummer.
Noch am selben Tag (ich glaube, es war ein Mittwoch) rief ich in der Praxis an und schilderte der Dame am Telefon mein Problem. Sie hörte sich ganz ruhig alles an und fragte mich dann:
„Wann können Sie hier sein?“
Ich verstand sie nicht, bzw wie sie das meinte und fragte „Wie? Wann ich da sein kann?“
„Na, wie lange brauchen Sie denn hier her in die Stadt?“
In dem Moment kamen mir die Tränen. Ich konnte zu dem Zeitpunkt kein Auto mehr fahren und war auf den Zug angewiesen. Schnell schaute ich in meinen Fahrplan und sagte ihr die Zeit. „Dann sehen wir uns in 2 Stunden, Frau H.! Und nicht weinen, alles wird gut!!!“
Herr Dr. L. hörte sich meine Geschichte geduldig an und sie lasen mein Messgerät aus! Direkt am Empfang wurd es „eingesammelt“ und vorm Termin bekam man es schon wieder. Dann wurde ich ins Labor gerufen und mein Hba1c wurde direkt dort genommen!!!
Ich bekam ihn auch direkt im Arztgespräch genannt!
Das war eine völlig neue Welt für mich! Keine Abfertigung, kein Schlange stehen im Labor, keinen Monat warten auf Werte!!!
Er war nicht erfreut über die Art, wie man mit meinen Werten und mit mir umgegangen war. Und er wollte mir helfen.
Meine komplette Einstellung wurde auf den Kopf gestellt – mit dem selbem Insulin bis dahin!
Er war sehr einfühlsam. Gab mir bis heute (!!!) nie das Gefühl, an irgendetwas Schuld zu sein oder mehr tun zu müssen!
Er ist maßgeblich an meiner Medikation beteiligt, was meine restlichen Erkrankungen angeht. Er mischt sich nicht ein – gibt mir aber seine Meinung mit auf den Weg und erklärt diese auch! So habe ich eine ganz andere Basis, im Arztgespräch mit meiner Rheumatologin oder meinen Neurologen zu argumentieren.
Ich hatte z.B. ein Antidepressivum zu Beginn bekommen, eigentlich gegen die schlimmen Kopfschmerzen. Aber der einzigen Effekt war eine Zunahme von rund 15 Kilo! Und das, wo ich eh schon viel zu dick war!
ER hatte das sofort entdeckt und dafür gesorgt, dass ich um eine Alternative bat und auch sofort eine nennen konnte!
Er gibt mir Halt und Sicherheit, so wie man es sich von einem Arzt zu wünschen kann!
Er bespricht alles mit mir und würde nie eine Entscheidung einfach so über meinen Kopf hinweg fällen!
Seit meiner schweren Unterzuckerung nachts (22 mg/dl) habe ich einfach Angst vor einer weiteren solchen Erfahrung. Das respektiert er wie kein anderer, ich glaube sogar mehr, als ich selbst!
Wir besprechen alle Änderungen immer gemeinsam und er nimmt sich bis heute wahnsinnig viel Zeit für mich!
Er hat mich damals (im Oktober 2014) zum FreeStyle Libre gebracht und mich bei allen Diskussionen mit der Kasse unterstützt! Leider bei der Barmer erfolglos…
Auch beim Krankenkassenwechsel hat er voll hinter mir gestanden und fast schon freundschaftlich Mut zu gesprochen!
Jetzt, als meine Entscheidung für die Pumpe gefallen war, hatte er innerhalb von nur ein paar Stunden ein Attest fertig und hat es direkt dem Ypsomed Außendienstler mitgegeben. Nur Dank ihm habe ich in 4 (!!!) Tagen schon meine OmniPod!
Er ist ein Traum von einem Arzt! Ein toller Mensch! Und er lässt seine Patienten auf seiner Ebene und stuft sie nicht runter!
Wer einen Diabetologen im Raum Aschaffenburg braucht, darf mich gerne anschreiben! 😉

Wetter gut – alles gut…

Der richtige Cocktail aus Ruhe, Schlaf, Erholung, Schlaf, Ruhe, Entspannung, Schmerzmittel und Cortison ist erfolgreich gewesen… Mir geht es schon wieder viel besser…

So muss das sein!

Draußen ist himmlisches Wetter und am liebsten würde ich joggen gehen! Ha… der war gut! Das werde ich wohl nie wieder können, aber das ist OK. Soll ja nicht gut für die Gelenke sein! 😀

In 5 Tagen bekomme ich meine OmniPod!!! Ich freue mich so abartig… es gibt mir Kraft. Es ist ein neues Ziel und ich hoffe, dass nach der Probezeit die BIG direkt gesund auch für die weitere Versorgung damit zu haben ist!

Wenn dann noch das FreeStyle Libre genehmigt wird, dann spart die BIG super viel Geld und ich kann ein ganz neues Leben beginnen…
Am 17. März habe ich den Antrag dazu versendet. Es kommt mir schon so ewig vor. Dabei sind es erst ein paar Tage… 😉
Die Barmer, bei der ich von meiner frühesten Kindheit bis zum 29. Februar 2016 versichert war, hat sich dafür ein ganzes Jahr Zeit gelassen… Das fand ich unter aller Sau und ich hoffe nicht, dass sich so etwas jemals wiederholt.
Auf meinen Rollstuhl bzw. seine Genehmigung durch die Barmer habe ich 14 Monate (!!!) gewartet. Die ganzen Monate lang habe ich mir selbst Leihrollstühle besorgen müssen. Ich war in einem so schlechten Allgemeinzustand, dass das für mich teilweise überhaupt nicht möglich war und ich überhaupt nicht aus dem Haus konnte…

Das war eine ganz schlimme Zeit, auch für meine Familie, die mit mir gelitten hat und mich immer wieder auffangen und aufbauen musste.

Ich finde, dass in den Krankenkassen RICHTIGES Personal eingestellt werden sollte, Personal, was sich auskennt. Es müssen ja keine Mediziner sein, aber jemandem, der keine 3 Schritte mehr machen kann und von ärztlicher Seite bestätigt bekommt, dass sich das auch (zumindest nicht auf absehbare Zeit) nicht ändert, den Rollstuhl zu verweigern und dann nur das Billigste vom Billigsten zu genehmigen (es wurde KEIN Zubehör genehmigt, noch nicht mal ein Sitzkissen, das musste gesondern verordnet werden!!!), das ist unmenschlich, menschenverachtend und so habe ich mich auch behandelt gefühlt.

Ich war sowieso schon so schwer depressiv, kam mit der ganzen Situation nicht klar. Mein Leben hatte sich von einem auf den anderen Tag komplett geändert, ist aus allen Fugen geraten und nun stand ich da und war auf Hilfe angewiesen und die wurde mir verwehrt…

Aber mich in Rente schicken. Das konnte die Barmer sofort. Ich war noch nicht ein halbes Jahr krank, da kam die erste telefonische Aufforderung, ich solle mir doch mal über die Rente Gedanken machen. Ich hätte ja eine ganz schlechte Prognose mit meinen Erkrankungen!!!

Da war ich krank genug für! Aber für einen Rollstuhl? NEIN!!!

Wirklich. Man kann es wahrscheinlich lesen, dass ich so wahnsinnig enttäuscht von der Barmer bin und sauer und wütend und überhaupt…

Daher auch meine Kündigung. Als sie dann nicht mal das Libre zahlen wollten, eine furchtbar an der Sache vorbei gehende Ablehung und ein Gutachten, was den Namen Gutachten nicht verdient hat, obwohl sie dadurch einen Haufen Geld sparen würden, ganz abgesehen davon, dass es meinen Gesundheitszustand wesentlich verbessern würde und mir ein riesiges Stück Sicherheit und Eigentständigkeit zurückgegeben hätte…

Sorry für diesen Ausbruch… Ein anderes mal schreibe ich das gerne mal ausführlicher und emotionsärmer 😀

An alle Leser und Leserinnen:

Frohe Ostern! Lasst es Euch gut gehen!!!

Nicht mein Tag…

Heute mal was Aktuelles… kein Rückblick…

Gestern Abend fingen diese fiesen Schmerzen schon an. Mein linkes Bein ist am Oberschenkel voll mit fiesen „Klumpen“ im Muskel und tut höllisch weh… Ich kann grad eigentlich gar nicht laufen… Also nur sitzen und liegen…
Meine Gedanken kreisen jetzt natürlich wieder wie irre… ist der letzte Schub noch nicht rum? Ist das schon wieder ein neuer Schub?

Die Nacht war die Hölle. Ich bin immer nur in wenige Minuten Schlaf gekommen und dann vor Schmerzen wieder aufgewacht… Stunde um Stunde wurden die Schmerzen mehr und nahmen gegen 4 Uhr morgens meinen ganzen Köper ein…
Mein Kopf platzt bald und die Tabletten helfen nicht 🙁
Jetzt geht es wieder los. Cortison erhöhen? Schmerzen aushalten? Wenn sie wieder besser werden, freue ich mich, dass ich durchgehalten habe. Wenn nicht, ärgere ich mich, dass ich nicht früher gehandelt habe 🙁

Mein Hausarzt hat natürlich Urlaub – Frohe Ostern!

Ich werde wohl bis heute Abend abwarten, was sich tut. Versuche immer mal ein paar Schritte zu gehen… Wenn es bis 22 Uhr nicht besser wird – deutlich besser, dann gehe ich mal ein wenig hoch mit dem Cortison. Wenigstens ein wenig…

Ich wünsche Euch Frohe Ostern und zwar möglichst schmerzfrei!!!

Aus Spaß wurde Ernst… (2)

Da ich „Hashimoto Thyreoiditis“ weder lesen noch aussprechen konnte – geschweigedenn wusste, was das ist, kopierte ich die beiden Wörter und gab sie bei Google ein.

Der erste angezeigte Link war der einer Selbsthilfegruppe. Ein Flyer öffnete sich, als ich den Link anklickte. Noch mit den Gedanken auf der Suche, wo sich diese Schilddrüse eigentlich überhaupt befindet, las ich die ersten Sätze auf dem mit bunten Schmetterlingen verzierten Flyer.

Dort stand:

Wie verläuft das Leben mit Hashimoto?
Für viele Betroffene nicht sehr schön.

Für mich brach eine Welt zusammen. Nicht heilbar. Jede Menge Symptome!

Ich druckte den Flyer aus und legte ihn kommentarlos meinem Mann hin, der daraufhin auch in Tränen ausbrach…
Heute wissen wir etwas ganz sicher:

  • der Flyer gehört überarbeitet
  • die Schilddrüse und der Hashimoto sind mein kleinstes Problem – im wahrsten Sinne des Wortes

Es folgten unzählige Arztbesuche und ein ganz schneller Wechsel des ersten Diabetologen, der ja nicht einmal Blut abnehmen wollte!
Der nächste war für eine lange Zeit mein „Betreuer“ in Sachen Diabetes und Hashimoto.
Dass ich Typ 1 bin, war nach der ersten Blutuntersuchung klar… Insulin? Ich? Nein!!!
Diät war angesagt… ich googelte und suchte und recherchierte… Meine Lösung war:

LCHF = LowCarb-HighFat (wenig Kohlenhydrate – viel Fett)

Bis Ende 2012 war das MEINE Rettung. Ich habe meine Werte sehr gut im Griff gehabt, habe meinen Hba1c auf rund 5,9 % halten können – anfänglich sogar komplett ohne Insulin!

Irgendwann kam Basal hinzu, wenigstens für die Nacht… Die Nüchternwerte waren ab da wieder pickobello und immer nur 2stellig. Die Ärzte verzweifelten an mir, weil ich so top Blutwerte hatte und das TROTZ dem vielen Fett…

Kaum einer wollte verstehen, dass es gerade daran lag!

Die Schilddrüse ließ sich gut einstellen und bald hatte ich einiges an Gewicht verloren und gewann wieder Oberhand über mein Leben. Die Befindlichkeitsstörungen – wie ich sie immer nenne – Muskelzwicken hier, Müdigkeit da… ich schob alles auf die Schilddrüse – oder das, was von ihr übrig war oder auf den Diabetes…

Bis im August 2012 plötzlich nichts mehr war wie vorher…

Das Ding mit der Basalrate

Der Pumpe bin ich jetzt schon einen großen Schritt näher… noch acht Tage!!!

Gestern Abend habe ich noch meinen Diabetologen angemailt wegen der Basalrate… kurz danach habe ich mich da noch mal schlau gelesen… Eigentlich wusste ich das alles schon mal, aber mein Brain-Fog verhindert manchmal EIN WENIG 😀 die Erinnerung! 😉
Ausgehend von meinem „alten“ Basal bin ich dann auf folgende Rechnung gekommen:

20 IE Basal + 12 IE Bolus = 32 IE Gesamtinsulin

32 IE / 100 x 80 = 25,6 IE / 2 = 12,8 IE

Mein Diabetologe wollte aber auf Nummer Sicher gehen und hat mich mit Libre und Insulinx in die Praxis bestellt… Viele Werte, bisschen verbessern, Basal noch mal etwas erhöhen – meine Hypoangst stets im Auge – und das Ergebnis steht! 🙂

Basalrate 16 IE / 24 Stunden aufgeteilt auf stündliche „Blöcke“. Von 0,4 IE bis maximal 1,4 IE.

Ich freue mich einfach nur noch mega!

Danke Dr. XXX! 😉

Ein neuer Abschnitt beginnt…

Gestern hätte ich eigentlich noch einen neuen Beitrag tippen müssen… Aber ich war nicht mehr in der Lage, vollständige und gleichzeitig sinnvolle Sätze zu bilden! 😉

Gestern rief nämlich eine super nette Dame der Firma Ypsomed bei mir an.

Warum?

Na… ICH BEKOMME EINE PUMPE!!!

Wenn ich könnte, ich würde den ganzen Tag tanzen! Ich freue mich irre!!!

Vor ein paar Jahren habe ich von Medtronic die Paradigm Veo inkl. CGMS zur Probe getragen (mit Kochsalzlösung). Damals war ich schon so was von begeistert und habe mich so sicher gefühlt…
Mittlerweile trage ich seit dem 08.11.2014 das FreeStyle Libre – mit wenigen finaziell begründeten Pausen – und habe mich so für die Ypsomed OmniPod entschieden. Schlauchlos ist die Devise! 😉

Diese Pumpe wünsche ich mir schon so lange! Ich weiß gar nicht mehr, wie lange.
Aber da ich mit der Barmer GEK die letzten vier Jahre nur Probleme und Theater hatte, haben wir (mein Diabetologe und ich) es gar nicht erst probiert, eine Pumpe zu beantragen…
Und jetzt ist es soweit! Ich kann es kaum abwarten… Noch bis zum 31. März 2016 muss ich jetzt Tage, Stunden und Minuten zählen!

Warum die Ypsomed…
Da ich ja ziemlich lange Zeit hatte, mir Gedanken über die für mich richtige Pumpe zu machen, habe ich immer wieder viel gelesen. Nicht nur die „Werbung“ der Hersteller, sondern vor allem Erfahrungsberichte, Blogs, Fragen in Foren.
Bei einigen Pumpen gibt es Probleme, die sehr viele Nutzer haben. So läuft wohl bei der OmniPod ganz gerne mal das „Benzin“ daneben! 😀

Nach dieser ganzen Leserei war mir dann irgendwann klar, die OmniPod ist es! Wenn, dann die!

  • Schlauchlos
  • klein
  • der PDM muss NICHT immer in der Nähe des Pods sein
  • der PDM ist gleichzeitig Blutzuckermessgerät

Und von den Schweizern entwickelt! 😉

Ich freue mich riesig und kann es kaum erwarten. Ich träume davon und stelle mir vor, wie es mit Pumpe wird…
Wenn jetzt gleich auch noch mein Libre genehmigt wird… dann bin ich wirklich einer der glücklichsten Menschen der Welt!

Wie einfach ich doch glücklich zu machen bin! 😉

Aus Spaß wurde Ernst… (1)

Nachdem ich 2000 und 2003 jeweils einen Gestationsdiabetes (= Schwangerschaftsdiabetes) hatte, sagte mir ein Arzt 2003 kurz nach der Geburt meiner zweiten Tochter, dass ich wohl irgendwann mal Diabetes bekommen würde.

Leider sollte er damit Recht behalten. An einem Sonntagmorgen waren wir zum Frühstück bei meinen Eltern eingeladen und während meine Mutter (selbst Typ 1) ihren Insulincocktail vorbereitete, meinte ich einfach aus Spaß, sie solle mir doch auch mal den Zucker messen…

Ich kann heute nicht mehr sagen, wie hoch er war, aber jenseits von einem normalen Nüchternblutzucker, den ein gesunder Mensch – also in diesem Fall ein Mensch ohne Diabetes haben sollte (normaler Nüchternwert liegt so unter 80 mg/dl).

Meiner Mutter klingelten allle Alarmglocken und sie löcherte mich mit etlichen Fragen:

  • Hast Du schon gefrühstückt?
  • Hast Du viel Durst?
  • Trinkst Du mehr als sonst?
  • Wieviel trinkst Du denn am Tag so?
  • Musst Du häufig auf Toilette?
  • Auch nachts?
  • Hast Du Probleme mit dem Sehen?

Meine Antworten:

  • Nein. Ich bin nüchtern. Nicht mal Kaffee.
  • Ja, schon.
  • Ja, aber das ist ja gesund.
  • So ca. 5 bis 6 Liter. Und nachts noch mal ca. 2 Liter.
  • Ja. Nervt total.
  • Ja, wie ne olle Oma!
  • Oft. So unklar. Aber nicht immer.

Nun. Für meine Mutter stand die Diagnose natürlich fest. Für mich sah das allerdings anders aus. Ihr Gerät wäre sicher kaputt. Ich würde mal ein paar Werte machen bis zum nächsten Tag. Und dann zum Hausarzt.

Das Gerät hatte ich noch aus der Schwangerschaft. Die Teststreifen auch. Sie waren ja auch erst rund 7 Jahre alt! 😀

Die Werte waren katastrophal. Ich glaube, unter 280 mg/dl ging kein Wert an diesem Sonntag. Ich glaube, mein Puls war annähernd auch so hoch… Ich war stinksauer.

  • Auf das Frühstück.
  • Auf die Medizin.
  • Auf den „Erfinder“ von Diabetes.
  • Über meine Blindheit (mind. der Durst hätte mir doch auffallen müssen).
  • Auf meine Ärzte. Bereits Jahre vorher hatte ich doch gesagt, dass irgendwas nicht stimmt. Auch weil ich so komisch zugenommen hatte…
    „Alle Dicken wünschen sich eine Krankheit, die Schuld ist!“ war die Antwort gewesen, also ging ich erst einmal nicht mehr hin!
  • Auf das Blutzuckergerät, was sicher kaputt war und mit den alten Teststreifen könne man sich eh nicht auf die Werte verlassen!

Am nächsten Morgen stand direkt der Arztbesuch an. Nachdem ich der Arzthelferin meine Werte vorgelesen hatte, hatte ich auch sofort einen Termin.

Mir wurde Blut abgenommen und ich bekam ein neues Gerät mit neuen Streifen. Damit solle ich erst mal ein „echtes“ Profil machen, d.h. vor dem Essen messen und 1 und 2 Stunden danach. Und dann würden wir weiter sehen…

Zwei Tage später sollte ich zur Besprechung der Werte kommen. Diagnose: Diabetes. Wahrscheinlich Typ 2, aufgrund meines Gewichts!!!

Ich sollte mir einen Termin beim Diabetologen ausmachen, denn mit DIESEN Werten könne sie sicher nicht umgehen!
Na gut. Gesagt getan, den Termin bekam ich allerdings aufgrund der Aussage, dass es sich wohl um Typ 2 handeln würde erst einige Wochen später.
In der Zwischenzeit wollte ich die Diagnose aber gesichert haben und ging zu einem weiteren Arzt.
Der fragte mich jede Menge und nahm noch mal Blut ab. Ob er mich per Email erreichen könne – Klar!

Wieder zwei Tage später kam eine Email von diesem Arzt mit dem Inhalt (aus dem Gedächtnis):

„Sie haben Diabetes, anscheinend Typ 1 und Hashimoto Thyreoiditis. Sie müssen ab sofort jeden Tag und für den Rest Ihres Lebens Tabletten nehmen. Das Rezept ist schon auf dem Postweg.

Vereinbaren Sie einen Termin beim Diabetologen.

Gruß

Dr. XXX“

SCHOCK! SCHOCK! SCHOCK!